Im Porträt

In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig Männer und Frauen vor, die aus Gründen politischer Willkür in den Gefängnissen Irans inhaftiert sind oder verurteilt wurden.

Majid Tavakoli

Majid Tavakoli ist ein prominenter Studentenführer im Iran. Er studierte an der Technischen Universität Amir Kabir in Teheran. Dreimal wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet, zuletzt am 7. Dezember 2009 während der Proteste nach den Präsidentschaftswahlen 2009. Vertreter des Regimes behaupteten anschließend, er habe in Frauenkleidern fliehen wollen. Um Majid Tavakoli und die gesamte Studentenbewegung zu diskreditieren, machten sie Fotos von ihm mit Kopfttuch und zeigten diese im Staatsfernsehen. Die Kampagne war aber erfolglos.

Arash Sadeghi

Arash Sadeghi studierte Philosophie an der Teheraner Allameh Tabatabai Universität. Während der iranischen Präsidentschaftswahl 2009 unterstützte er die Kampagne des Oppositionskandidaten Mir Hossein Mousavi. Einen Monat nach der umstrittenen Wahl, am 8. Juli 2009, wurde er festgenommen. Nach 55 Tagen Gefängnis und Folter ließ man ihn in einer unbelebten Straße frei. Wenige Monate später, am 27.12. 2009, folgte die zweite Verhaftung. Wieder wurde er gefoltert, so schwer, dass sein Auge blutete. Ende 2010 kam er vorübergehend frei.

Siavash Hatam

Siavash Hatam (auch: Siavash Hatem) wurde erstmals am 15. Juni 2009, kurz nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl, verhaftet. Zu dieser Zeit studierte er an der Bu Ali Sina Universität in Hamedan und engagierte sich in einer Studentenvereinigung. Er kam auf Kaution frei und wurde anschließend zu 4 Monaten Haft auf Bewährung sowie 74 Peitschenhieben verurteilt. Außerdem zwang man ihn dazu, seinen Studienort nach Teheran zu verlegen.

Mohammad Ali Dadkhah

Der bekannte iranische Menschenrechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah hat Ende September 2012 seine neunjährige Haftstrafe angetreten.
Wie die oppositionelle Webseite Kalemeh berichtet, wurde er dazu in Trakt 350 des berüchtigten Evin-Gefängnisses gebracht.
Im Mai 2011 stand Dadkhah wegen Mitgliedschaft in Menschenrechtsorganisationen und Interviews mit ausländischen Medien vor Gericht. Im Juli desselben Jahres wurde er von Abteilung 15 des Revolutionsgerichts zu 9 Jahren Haft und einem 10jährigen Berufsverbot als Jurist und Lehrer verurteilt.

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