Im Porträt

In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig Männer und Frauen vor, die aus Gründen politischer Willkür in den Gefängnissen Irans inhaftiert sind oder verurteilt wurden.

Abdolfattah Soltani

Abdolfattah Soltani vertrat im Rahmen seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt im Iran mehrfach politische Gefangene und deren Angehörige, darunter unter anderen den Journalisten Akbar Gandji, die Eltern der in Untersuchungshaft ermordeten kanadisch-iranischen Journalistin Zahra Kazemi und als einer der wenigen Anwälte die Bahai.

Mohammad Ali Amouri

Mohammad Ali Amouri, ein Angehöriger der arabischsprachigen Minderheit Irans, wurde wegen Beteilligung an einem "ausländischen Komplott" zum Tode verurteilt. Ihm droht unnmittelbar die Hinrichtung. Das iranische Regime behauptet, er gehöre einer Gruppe von gewaltbereiten wahabitischen Extremisten an. Trotz Folter und Einzelhaft hat er diese Vorwürfe immer zurückgewiesen. Auch Amnesty International hat sich für die Aufhebung des Todesurteils gegen Amouri und eine faire Untersuchung seines Falles ausgesprochen.

Zia Nabavi

Zia Nabavi, Absolvent der Technischen Universität Babol, ist mit einem Studienverbot belegt worden, obwohl er für den Master-Studiengang in Soziologie angenommen worden war. Später schloss er sich dem “Rat für den Schutz des Rechts auf Bildung” an.

Nur drei Tage nach der Präsidentschaftswahl vom Juni 2009, unmittelbar nach der Massendemonstration vom 25. Khordad/15. Juni 2009, wurden Zia und einige seiner Freunde verhaftet. Seitdem befindet er sich ohne Unterbrechung in Haft.

Siamak Ghaderi

Siamak Ghaderi wurde im Juli 2010 verhaftet und von Abteilung 28 des Revolutionsgerichts unter Vorsitz von Richter Moghiseh vor Gericht gestellt. Er wurde wegen regimefeindlicher Propaganda, Verbreitung und Veröffentlichung von Lügen und Störung der Öffentlichkeit verurteilt.

Einer der Hauptvorwürfe gegen Ghaderi bezog sich auf seine Veröffentlichungen auf seinem Weblog “Irnaye ma” (“Unser IRNA”), in denen er Kritik an Offiziellen der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA geübt hatte. Auch über die Grüne Bewegung und ihre Führer hatte er geschrieben.

Reyhaneh Tabatabai

Reyhaneh Tabatabai ist eine politische Journalistin, die sich seit Jahren für Reformen im Iran ausspricht. Während der Präsidentschaftswahl 2009 hielt sie sich im Ausland auf, kehrte dann aber in ihr Heimatland zurück, um die Proteste gegen die als undemokratisch empfundene Wahl zu verfolgen. Sie begann, für die reformorientierte Zeitung "Shargh" zu arbeiten und wurde im Dezember 2010 verhaftet. Nach gut einem Monat Untersuchungshaft kam sie auf Kaution frei.

Pages