Im Porträt

In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig Männer und Frauen vor, die aus Gründen politischer Willkür in den Gefängnissen Irans inhaftiert sind oder verurteilt wurden.

Narges Mohammadi

Narges Mohammadi setzt sich seit ihrer Studienzeit für Reformen im Iran ein. Sie war Vizepräsidentin des Teheraner Zentrums für Menschenrechtsverteidiger, das die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi gemeinsam mit Kollegen gründete.

Während ihres Studiums der angewandten Physik organisierte Narges Mohammadi mit Kommilitonen eine Studentenvereinigung namens Rowshangaran, d.h. "diejenigen, die Licht auf eine Sache werfen". Auch betätigte sie sich als Bergsteigerin, was ihr aber aufgrund ihres Engagements verboten wurde.

Alireza Hashemi

Der Generalsekretär der iranischen Lehrervereinigung Alireza Hashemi wurde wegen „Propaganda gegen das System der Islamischen Republik“ sowie “Versammlung und Verschwörung zur Begehung von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ von einem Revolutionsgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Mohammad Ali Taheri

Mohammad Ali Taheri ist der Begründer einer mystischen Schule namens "Mystik des Ringes" (erfân-e halqe) und Träger eines Ehrendoktortitels in Traditioneller Persischer Medizin. Er wurde laut Amnesty International im Oktober 2011 wegen "Beleidigung Islamischer Heiligkeiten" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht 74 Peitschenhiebe gegen ihn an, weil er während einer Behandlung die Hand einer weiblichen Anhängerin berührt haben soll.

Omid Behrouzi

Der Rechtsanwalt Omid Behrouzi wurde im September 2011 verhaftet. Im Juli 2013, nach fast zwei Jahren Untersuchungshaft, verurteilte ihn ein Revolutionsgericht zu siebeneinhalb Jahren Haft. Auch entzog man ihm seine Lizenz als Anwalt.

Der Grund für seine Verurteilung liegt einzig darin, dass er Angehörige des Gonabadi-Ordens vor Gericht verteidigte. Die Mitglieder des Ordnes sind Derwische, sie gehören der sunnititschen Minderheit Irans an.

Zeynab Jalalian

Die Kurdin Zeinab Jalalian gehört zu den langjährigen politischen Gefangenen im Iran. Sie verbrachte die letzten sieben Jahren in den Gefängnissen der Islamischen Republik und durfte bereits seit drei Jahren keinen Besuch von Angehörigen empfangen.

Wegen angeblicher Mitgliedschaft in der kurdischen Terrorgruppe PJAK wurde sie zunächst zum Tode verurteilt. Später wurde das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Zeinab Jalalian hat die Vorwürfe stets abgestritten.

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