Hinrichtungswelle und Sorge um politische Gefangene im Iran

Während das iranische Regime in der Außenpolitik moderate Töne anschlägt, hat die Zahl der Hinrichtungen wieder einmal einen Rekordwert erreicht. Amnesty International berichtete im Januar, dass zuletzt 40 Menschen innerhalb von zwei Wochen hingerichtet wurden, 33 davon sogar innerhalb einer Woche.

Insbesondere seit dem Jahr 2011 ist die Zahl der Hinrichtungen kontinuierlich sehr hoch. Auf den Seiten des Iran Human Rights Documentation Center findet man die folgenden Angaben:

  Zahl der Hinrichtungen Angaben der Regierung
2011 660 347
2012 522 292
2013 624 334

Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings noch höher liegen.

Unterdessen wird befürchtet, dass weitere bekannte politische Gefangene zu den nächsten Opfern gehören könnten. Zwei der fünf Ahwazi-Araber, die schon länger auf der Todesliste stehen, sollen bereits hingerichtet worden sein. Laut Berichten wurden Hashem Shabaninejad, ein Lehrer und Dichter, und Hadi Rashedi im Januar an einem unbekannten Ort exekutiert.

Auch die beiden Kurden Zanyar und Loghman Moradi (im Bild), die 2010 zum Tod durch öffentliche Erhängung verurteilt wurden, sind weiter in akuter Gefahr. Ihnen wird vorgeworfen, einen Geistlichen getötet zu haben, ein faires Gerichtsverfahren hat es aber nie gegeben. In einem Brief aus dem Gefängnis haben sie vor kurzem zum wiederholten Mal ihre Unschuld beteuert.